Arbeiten mit lokalen Images
Opsi ermöglicht Ihnen, lokale Images auf jedem Rechner zu speichern. Dadurch können Sie den Zustand jedes mit opsi verwalteten Rechners konservieren und bei Bedarf ohne nennenswerten Aufwand wiederherstellen.
Die Funktionen des Erstellens und Wiederherstellens eines Abbildes finden Sie in den „opsi-local-image“-Produkten. Im Zusammenhang mit lokalen Images sind die folgenden Netboot-Produkte relevant:
- opsi-local-image-prepare – Dieses Modul hilft bei der Einrichtung der Festplatte bei der Erstinstallation.
- opsi-local-image-backup – Hierüber wird ein Image erstellt.
- opsi-local-image-restore – Mit diesem Modul kann ein Image wiederhergestellt werden.
- opsi-local-image-delimage – Mit diesem Modul können alte Images gelöscht werden.

opsi-Produkte im Reiter „Netboot-Produkte“
Durch das Vorhalten lokaler Images ist eine schnelle Restauration von Rechnern möglich, ohne dass Daten über das Netzwerk verteilt werden müssen. Durch die Verteilung von Images wird in der Regel die Netzwerkperformanz in Mitleidenschaft gezogen, da große Datenmengen vom Server auf die Clients und zurück übertragen werden.
Das Vorhalten lokaler Images bietet die Möglichkeit, wertvolle Systemzustände, (z.B. Windows-Aktivierungen) zu erhalten, wenn die Images zurückgespielt werden.
opsi-local-image-prepare
Die Grundvoraussetzung für das Funktionieren der „opsi-local-image“-Produkte ist, dass der Rechner mit dem Netboot-Produkt „opsi-local-Image-prepare“ installiert wurde. Mit diesem opsi-Werkzeug wird eine Festplatte so eingerichtet, dass die Festplatte in verschiedene Bereiche partitioniert und eine Backup-Partition angelegt wird.
opsi-local-image-backup
Das Anlegen eines Images der Systempartition wird über dieses Modul bewerkstelligt. Ein Abbild wird in der Backuppartition abgelegt. Bei der Imageerstellung werden die folgenden Daten an- und in der Backuppartition des Rechners abgelegt:
- master.log – Wann wurde welches Netboot-Produkt mit welchen Optionen ausgeführt?
- Name-des-Images – Verzeichnis, das wie das erstellte Image heißt und dieses enthält
- Name-des-Images/img.ini – Informationen zum Image
- Name-des-Images/Name-des-Images – das Image
- Name-des-Images/productOnClients.json – Informationen darüber, welche opsi-Produkte auf dem Client installiert wurden (inkl. Version, Datum usw.)

Abb. 124: Sicherung der Systempartition
Die folgenden Einstellungen können Sie für das Netboot-Produkt „opsi-local-image-backup“ vornehmen:
| Property-Name | Property-Wert |
|---|---|
| askbeforinst | Der Default-Wert (empfohlen) steht auf „false“. Wenn Sie die Wiederherstellung durch eine Benutzereingabe bestätigen wollen, ändern Sie den Wert auf „true“. |
| free_on_backup | Hier können Sie ablesen, wieviel freier Speicherplatz auf der Backuppartition verfügbar ist. Dieser Wert wird jedes Mal aktualisiert, wenn ein Image erstellt wurde. |
| imagefile | Hier kann ein Name eingegeben werden. |
| setup_after_install | Mit diesem Parameter können Sie Aktionen nach dem Backup anstoßen. Diese Verkettung kann zum Beispiel dafür genutzt werden, dass nach der Sicherung des Rechners ein anderes Netboot-Produkt (z.B. eine andere Windows-Version) installiert wird. |
Beim Ausführen des Backups können Sie einen Namen für das zu erstellende Image eingeben. Sofern manuell kein Name vergeben wird, setzt das System den Namen des installierten „Netboot-Produkts“ als Imagenamen, zum Beispiel „opsi-local-image-win10-x64“.

Properties von „opsi-local-image-backup“ vor Erstellen eines lokalen Images
Um einen Namen einzugeben, klicken Sie auf den „Property-Wert“ von „imagefile“. In dem großen weißen Feld sehen Sie – sofern schon Abbilder der Systempartition erstellt wurden – die Namen der alten Images. Um einen neuen Namen einzugeben, klicken Sie auf das Feld.. Drücken Sie nun die Enter-Taste, um den Namen zu übernehmen.
Leerzeichen in opsi-Images können durch eine Unterstrich (_) ersetzt werden, Umlaute durch „ae“, „ue“ oder „oe“.

Eintrag eines Imagenamens
Bitte dokumentieren Sie die Namen der erstellten Images, damit Sie später – wenn Sie mehrere Images haben – wieder darauf zugreifen können. Im Anhang ist eine Tabelle beigefügt, die Sie für die Dokumentation Ihrer Images nutzen können.
Änderungen in der Konfiguration sind mit der roten Diskette zu bestätigen.

Geänderte Konfiguration bestätigen
Beim nächsten Systemstart wird das Image erstellt und in der Backup-Partition gespeichert.
Fahren Sie den Rechner vollständig herunter und starten Sie ihn anschließend neu. Ein Reboot kann dazu führen, dass das Backup nicht startet.

Ein lokales Image wird erstellt
opsi-local-image-restore
Die Wiederherstellung eines Images wird mit dem Modul opsi-local-image-restore ausgeführt. Alle Abbilder, die zuvor in der Backup-Partition eines Rechners abgelegt wurden, können hiermit zurückgespielt werden. Sie können mehrere Images vorhalten und bei Bedarf wiederherstellen.

Wiederherstellung der Systempartition
Die folgenden Einstellungen können Sie für das Netbootprodukt „opsi-local-image-restore“ vornehmen:
| Property-Name | Property-Wert |
|---|---|
| askbeforinst | Der Default-Wert (empfohlen) steht auf „false“. Wenn Sie die Wiederherstellung durch eine Benutzereingabe bestätigen wollen, ändern Sie den Wert auf „true“. |
| imagefile | Dieser Wert bestimmt, welches Image wiederhergestellt werden soll. Hier ist immer der Wert des letzten Images eingetragen. Wenn Sie ein anderes Image wiederherstellen wollen, müssen Sie den genauen Imagenamen aus dem Feld „imagefiles_list“ in dieses Feld eintragen. |
| imagefiles_list | Hier sehen Sie eine Liste aller vorhandenen Images. |
| no_proxy | Dieses Feld bleibt leer. |
| proxy | Dieses Feld bleibt leer. |
| setup_after_restore | Hier wird festgelegt, welche Produkte nach der Wiederherstellung konfiguriert bzw. ausgeführt werden sollen. Der Standard-Eintrag ist „windomain“. |
| update_and_backup | Default-Eintrag ist „false“. Wenn Sie den Wert auf „true“ stellen, überprüft opsi nach dem Wiederherstellen eines Images, ob es Softwareaktualisierungen für installierte opsi-Produkte gibt, aktualisiert diese und erstellt im Anschluss ein neues Abbild. |
Tabelle 13: Werte von opsi-local-image-restore

Einstellungen von opsi-local-image-restore
Änderungen sind mit der roten Diskette zu bestätigen.

Geänderte Konfiguration bestätigen
Beim nächsten Systemstart wird das Image wiederhergestellt.
opsi-local-image-delimage
Mit diesem Modul können alte Images aus der Backup-Partition gelöscht werden. Der Wert im Feld „imagefile“ ist nicht belegt. Dies bedeutet, dass Sie den Namen des Images wissen müssen, um das Image löschen zu können. Sie können Sich im Modul „opsi-local-image-restore“ die Imagenamen im Feld „imagefiles_list“ anzeigen lassen und dort abschreiben. Ein Klick auf das Dropdownmenü zeigt eine Liste aller Imagenamen, die in der opsi-Datenbank für den Client hinterlegt sind. Diese Werte werden nicht dynamisch aus dem Rechner ausgelesen! Wenn ein Rechner versehentlich aus opsi gelöscht und wieder angelegt wurde, sind hier keine Images hinterlegt, obwohl der Rechner gegebenenfalls lokale Images hat. Sofern der Name eines Images bekannt ist, kann es wiederhergestellt werden.
Um ein Image zu löschen, tragen Sie den Namen des Images in das Feld „imagefile“ ein.
Klicken Sie hierfür in das Feld. Anschließend können Sie den Namen des zu löschenden Images eintragen und mit der Enter-Taste übernehmen.

Löschen eines Images aus dem Cache
Änderungen in der Konfiguration sind mit der roten Diskette (2) zu bestätigen.

Geänderte Konfiguration bestätigen
Beim nächsten Systemstart wird das Image aus der Backup-Partition gelöscht.