Einrichtung der Arbeitsplatzrechner
Der Aufruf erfolgt über die opsi Anwendung (opsi configuration editor; kurz: configed), die lokal auf Rechnern installiert werden kann. Im Auslieferungszustand ist der opsi-configed auf der AdminVM bereits installiert.
opsi-Lizenzierung
Neben den opsi-Erweiterungen UEFI, Secureboot, Local Image/WinVHD und Directory Connector ist auch das mySQL-Backend für paed.ML Schulen lizenziert.
Jede paed.ML Schule erhält vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg jährlich eine Freischaltung bis 500 Clients für Ihren opsi-Server.
Verwaltet eine Schule mehr als 500 Clients mit opsi, so sind für die zusätzlichen Clients opsi-Subscriptionskosten ab dem 501 Client in Höhe von 2 € pro Client / pro Jahr fällig, ab dem 1001 Client 1,5 € pro Client / pro Jahr.
Die Mengen sind in 50er Schritten erweiterbar.
Zusätzliche opsi Erweiterungen, die nicht in der paed.ML enthalten sind, können als Subscription ab dem 1. Client zum Subscriptionspreis von 1,5 € pro Client / pro Jahr und ab dem 1001 Client 1 € pro Client / pro Jahr lizenziert werden. Mindestmenge sind hier 500 Clients.
Für ein konkretes Angebot wenden Sie sich bitte an paedml@uib.de.
Unterstützte Betriebssysteme
Windows 11 Education
Windows 11 Education entspricht im Wesentlichen der Enterprise Version, darf aber nur an Bildungseinrichtungen eingesetzt werden und ist deshalb kostengünstiger als die Enterprise-Edition.
Windows 11 Education bietet weitreichende Konfigurations- und Einstellmöglichkeiten, welche im Hinblick auf den Datenschutz und Administration an Schulen wichtig sein können und in Windows 11 Pro nicht möglich sind.
Dazu zählen u.a.:
- Sperre des Microsoft Stores: Mit aktiviertem Microsoft Store ist es Benutzern möglich, Apps auch ohne Administratorrechte zu installieren.
- Übermittlung von Telemetriedaten an Microsoft deaktivieren
- Deaktivieren des Sprachassistenten „Cortana“ (Standardeinstellung in der Education Edition)
- Anpassen der Taskleiste und des Startmenüs mithilfe von Gruppenrichtlinien
Einführung in opsi
Das Clientmanagementsystem opsi („open pc server integration“) wird zur Verwaltung von WindowsClients verwendet. Mit opsi können Sie das Betriebssystem ausrollen, Software verteilen und die Rechner des Schulnetzes mit Updates versorgen.
opsi wird als „Gesamtpaket“ auf dem paed.ML-System „opsi-Server“ installiert. opsi besteht aus mehreren Komponenten, deren Zusammenspiel dafür sorgt, dass die Arbeitsplatzrechner mit Software versorgt werden:
- Auf dem opsi-Server (Backup-Server) läuft eine Datenbank, in der gespeichert wird, welche Software auf einem Rechner installiert ist. In dieser Datenbank werden alle opsi-Aktionen protokolliert. Hier finden sich Einträge über erfolgte oder fehlgeschlagene Installationen. Pakete, die installiert werden sollen, werden mit einem entsprechenden Vermerk versehen.
- Im sogenannten opsi-Depot (Verzeichnis /var/lib/opsi/depot) liegen alle Softwarekomponenten (opsi-Produkte), die installiert werden können (s. u.).
- Ein listener-notifier-Mechanismus sorgt dafür, dass bei Bedarf die Software installiert wird.
- Auf dem Server läuft ein Webservice (opsiconfd), der die Informationen über neue Softwarepakete an die Clients übermittelt (notifier).
- Auf den Clients läuft ein Agent (opsi-winst), der beim Systemstart mit dem Betriebssystem gestartet wird und Befehle von opsiconfd entgegennimmt (listener).
- Wenn ein Paket zur Installation vorgemerkt ist, wird dieses auf den Client ausgespielt. Die Installation geschieht in der Regel beim Start der Maschine, kann über die opsi-Management-Konsole aber auch manuell gestartet werden.
- Die Konfiguration der opsi-Datenbank geschieht über das Programm „opsi-configed“. Dieses kann an der Konsole des Backup-Servers mit opsi-Befehlen bedient werden. Angenehmer in der Bedienung ist die grafische opsi-Mangement-Konsole. ospi-configed kann als Paket auf den Clients installiert oder über einen Webbrowser ausgeführt werden.

schematische Darstellung von opsi
opsi-Produkte
In der Benutzeroberfläche von opsi werden alle installierbaren Softwarekomponenten als opsi-Produkte bezeichnet. opsi-Produkte werden unterteilt in Netboot-Produkte und Localboot-Produkte.
- Netboot-Produkte sind Routinen, die beim Starten eines Rechners über PXE ausgeführt werden. Hierzu zählt die Installation von Windows sowie die Erstellung und Wiederherstellung von lokalen Rechnerabbildern.
- Localboot-Produkte sind vor allem Anwendungen, die auf den Rechnern installiert werden. Hierzu zählen Officepakete, Internetprogramme und andere Anwendungen. Daneben finden sich in diesem Bereich Microsoft „Hotfixes“ für Windows und Microsoft Office sowie Skripte für Aktionen wie den Domänenbeitritt oder das Herunterfahren der Rechner. Diese sind unter dem Reiter Produktkonfiguration zu finden.
opsi verwaltet seine Pakete in einem sogenannten opsi-Depot. Der Speicherort auf dem opsi-Server ist /var/lib/opsi/depot. Dieser Ort ist auch als Windows-Freigabe aufrufbar.

Einblick in das opsi-Depot via Windows-Explorer
In dieses Verzeichnis werden alle auf Windowsrechnern zu installierenden Softwarepakete abgelegt. Das Einspielen von opsi-Paketen auf dem opsi-Server wird im Kapitel Einbindung von opsi-Paketen beschrieben.
Start des opsi configuration editor
Das opsi-Paket opsi-configed kann auf jedem Rechner im Netzwerk installiert werden. Das Programm ist Bestandteil der Standardinstallation der virtuellen Maschine AdminVM.
Auf der AdminVM ist der opsi-configed Bestandteil des Ordners Admin-Tools

Aufruf des lokalen opsi-Konfigurationspgrogrammes opsi-configed
Wenn Sie das Programm ausführen, werden Sie nach Benutzernamen und Passwort gefragt. Geben Sie hier die Zugangsdaten für den Benutzer Administrator (mit großem A) ein.

Anmeldung an der opsi-Konsole als Domänen-Administrator
Die Benutzeroberfläche
Wir wollen Ihnen hier einen Überblick über die im Schulalltag wichtigsten Funktionen von opsi geben, wobei für die Verwaltung der Schulrechner nur ein Teil der opsi-Bausteine Relevanz hat. Die hier benannten opsi-Elemente haben wir in der Vorstellung der opsi-Benutzermaske mit Symbolen gekennzeichnet:
| Symbol | Beschreibung |
|---|---|
| Diese Funktion ist wichtig für die Arbeit im Schulnetz. | |
| Das Modul unterstützt Sie bei der Arbeit, muss aber nicht zwangsweise genutzt werden. | |
| Die Benutzung dieser Funktion führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Problemen. Bitte nicht benutzen. Dieses Symbol kennzeichnet ferner Module, die nicht im Standardlieferumfang der paed.ML Linux enthalten sind (z.B. das Modul „Lizenzverwaltung“). |
Die Benutzeroberfläche – der opsi config editor – teilt sich in sechs Bereiche auf (s. folgender Screenshot).
- Die Menüleiste,
- zwei Knöpfe links oben,
- acht weitere Knöpfe vertikal links,
- das Auswahlfenster, in dem Clients und Gruppen für die Konfiguration ausgewählt werden können,
- das in verschiedene Reiter unterteilte Hauptfenster und
- ein dynamischer Bereich, der, je nach selektiertem Modul im Hauptfenster mit Inhalt versorgt wird.

Übersicht über den opsi config editor
Da in diesem Kapitel immer wieder auf die Übersicht der opsi-Konsole Bezug genommen wird, finden Sie die Übersicht über die opsi-Konsole nochmals im Anhang. Sie können sich die Grafik für die Arbeit mit diesem Kapitel ausdrucken. Dadurch finden Sie sich hoffentlich schneller zurecht, wenn beispielsweise von der Rechnerliste (4) oder dem Hauptfenster (5) die Rede ist:
Die Menüleiste
Hinter der Menüleiste verbergen sich verschiedene Einträge, die größtenteils auch in der Hauptmaske abgebildet werden.

Die Menüleiste von opsi
Unter „Datei“ befinden sich die folgenden Menüeinträge:
Konfiguration speichern
Alle Daten neu laden
Sprache wählen – hier können Sie die Sprache der Oberfläche auswählen.
Ansicht – Hell- oder Dunkelmodus
Abmelden
Beenden – hierüber kann das Fenster geschlossen werden.
Unter „Auswahl“ finden Sie:
Freie Client-Suche – öffnet ein neues Fenster, in dem Sie Rechner nach Eigenschaften suchen und auswählen können.
Gespeicherte Suchanfragen – „Freie Client-Suchen“ können gespeichert und wieder aufgerufen werden.
Installation nicht aktuell für Produkt … – mit diesem Menüpunkt können Sie Rechner anzeigen lassen, bei denen ein ausgewähltes Programmpaket installiert ist, aber nicht in der aktuell verfügbaren Version vorliegt. Die Anzeige der betroffenen Rechner erfolgt im Reiter „Clients“ im Hauptfenster.
Installation nicht aktuell oder defekt für Produkt … – mit diesem Menüpunkt können Sie Rechner anzeigen lassen, bei denen ein ausgewähltes Programmpaket installiert ist, aber nicht in der aktuell verfügbaren Version vorliegt oder defekt ist. Die Anzeige der betroffenen Rechner erfolgt im Reiter „Clients“ im Hauptfenster.
Fehlgeschlagene Aktionen bei Produkt… – mit diesem Menüpunkt können Sie Programmepakete anzeigen lassen, die nicht vollständig installiert wurden. Die Anzeige der betroffenen Rechner erfolgt im Reiter „Clients“ im Hauptfenster.
Fehlgeschlagene Aktionen – zeigt an, welche Aktionen opsi nicht durchgeführt hat. Die Anzeige kann zeitlich eingegrenzt werden. Es werden hier, sowie beim vorigen Punkt nur Ergebnisse angezeigt, wenn Fehler in der Konfiguration der Rechner vorliegen. Die Anzeige der betroffenen Rechner erfolgt im Reiter „Clients“ im Hauptfenster.
Im Menü „Client“ sind verschiedene Menüpunkte, die das Verhalten von Rechnern steuern.

Der Menüeintrag „Client“
Wecke Clients – hier können Sie einen Zeitraum festlegen, der ausgewertet wird, wenn markierte Rechner zeitgleich (0 Sekunden) oder zeitversetzt geweckt werden sollen.
opsiclientd-Event auslösen – Hinter diesem Menüeintrag finden Sie einen Eintrag „on_demand“, mit dem Sie Änderungen sofort (bzw. beim nächsten Systemstart) an Rechner einspielen können.
Pop-up-Nachricht senden – Hiermit können Sie Benutzern von selektierten Rechnern eine Nachricht auf den Monitor schicken. Dadurch können Anwender beispielsweise über das Einspielen von Software informiert werden.
Session-Information anfordern – Hiermit können Sie überprüfen, welche Benutzer an Clients angemeldet sind (Anzeige im Hauptfenster | Reiter „Clients“).
Für WAN-Clients: Pakete-Cache löschen – Ohne Funktion in der paed.ML
Shutdown – Hier können Sie – nach Bestätigung eines Dialogfensters – ausgewählte Clients herunterfahren.
Reboot – Hier können Sie – nach Bestätigung eines Dialogfensters – ausgewählte Clients neu starten.
Remote Control Software starten – hier können die ausgewählten Clients gepingt werden.
Kopiere Client – Nicht benutzen!
Lösche Clients – löscht einen Client. Dies ist zusätzlich notwendig, nachdem der Client aus der Schulkonsole entfernt wurde.
Neuen OpsiClient erstellen – Deaktiviert.
Produkte zurücksetzen – löscht alle Einträge, die für einen Client in der Produktkonfiguration (Localboot-, nicht Netboot-Produkte!) hinterlegt sind. Also die Informationen darüber, welche Software in welcher Version installiert ist. Dieser Schritt ist notwendig, bevor ein Client neu installiert wird.
Lizenzen freigeben – Nicht benutzen!
Client umbenennen – Nicht benutzen!
Freie Client-Suche – öffnet ein neues Fenster, in dem Sie Rechner nach Eigenschaften suchen und auswählen können.
Gespeicherte Suchanfragen – „Freie Client-Suchen“ können gespeichert und wieder aufgerufen werden.
Neu laden – Alle Informationen neu laden.
PDF erzeugen – Erzeugt eine PDF-Datei der aktuellen Ansicht
Tabelle als CSV exportieren – Erzeugt eine CSV-Datei der aktuellen Ansicht
Ausgewählte Zeile/n als CSV exportieren – Nur die ausgewählten Zeilen als CSV exportieren
Tabelle als CSV exportieren (Reimport) – Nicht benutzen!
Ausgewählte Zeile/n als CSV exportieren (Reimport) – Nicht benutzen!
Sichtbare Spalten … – Der untere Bereich dieses Menüs ermöglicht es Ihnen die Anzeige der Rechnerinformationen im Reiter „Clients" des Hauptfensters anzupassen. Sie können mit diesem Abschnitt Spalten ein- oder ausblenden
Der Menüeintrag „Extras“
Gruppen (Spezialfunktionen) – Ohne Funktion in der paed.ML Linux.
Produkte (Spezialfunktionen) – Ohne Funktion in der paed.ML Linux.
Der Menüeintrag „Hilfe“ verbirgt Verweise zu Unterstützungsangeboten rund um opsi. Hier können Sie außerdem Informationen rund um die opsi-Installation einsehen

Der Menüeintrag „Hilfe“
Hilfe | Menüeintrag „Loglevel“: Für die Fehlersuche relevant und daher hier gesondert erwähnt. Hier können Sie festlegen, welche Meldungen in die Log-Dateien geschrieben werden sollen („Log-Level“).
Außerdem für die Fehlersuche relevant ist der Menüeintrag „Health Check“. Hier wird der opsi-Server auf Fehler überprüft.
Symbolleiste links oben
Unter der Menüleiste finden Sie verschiedene Symbole, die im Folgenden erklärt werden. Für alle Symbole des oberen Bereichs der opsi-Konfigurationsseite gibt es eine Beschreibung, die Sie angezeigt bekommen, wenn Sie mit dem Mauszeiger über dem jeweiligen Symbol verweilen.
Die Symbole links oben bieten einen Schnellzugriff auf Menüpunkte.

Detail opsi config editor
| Symbol | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Daten von opsi neu laden |
| 2 | Konfiguration speichern: Das vierte Symbol der Liste ist ein grünes Diskettensymbol, das rot wird, wenn Sie Änderungen an der Konfiguration von Rechnern vorgenommen haben, die noch nicht gespeichert wurden. Um Änderungen zu speichern, muss das rote Diskettensymbol angeklickt werden. |
Symbolleiste vertikal links
Einige der Symbole rechts oben helfen Ihnen bei der Navigation. Die Auswahl einzelner opsi-Komponenten (zum Beispiel das dritte Symbol „Server-Konfiguration“) ändern die Auswahlmöglichkeiten im Hauptfenster, die Sie mit hier beschriebenen Knöpfen wiederherstellen können.

Detail opsi config editor
| Symbol | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Das erste Symbol auf der rechten Seite bringt Sie direkt in die Clientansicht („Clientkonfiguration“) des Hauptfensters (5). |
| 2 | Über das nächste Symbol gelangen Sie zur „Depot-Konfiguration“. Hier dürfen keine Werte verändert werden! |
| 3 | Das Zahnradsymbol führt zur „Server -Konfiguration“ und öffnet den besonderen Reiter „Host-Parameter“ im Hauptfenster (5). Mit diesem Knopf können Sie globale Parameter für die Clients einstellen. Hier bitte nichts ohne Rücksprache mit der Hotline ändern. |
| 4 | Aufruf des opsi-Dashboards |
| 5 | Informationen über den Lizenzierungsstatus einzelner opsi-Module |
| 6 | Aufruf des opsi-Health Check |
| 7 | opsi-Lizenzmanagement-Modul – in der paed.ML nicht aktiviert |
| 8 | Server-Konsole: Bestimmte Befehle können über den configed ausgeführt werden, ohne die Shell öffnen zu müssen:
|
Clientgruppen
Im weißen Fenster, auf der linken Seite, sehen Sie alle über die Schulkonsole aufgenommenen Rechner des Rechner Typs „Windows-System“.
Sie können einzelne Rechner („CLIENT-LISTE“) auswählen. Mit Hilfe der Strg-Taste können Sie mehrere Objekte einzeln markieren (Strg gedrückt halten und mit der Maus Clients hinzu- oder abwählen). Die Shift-Taste ermöglicht es Ihnen, größere Bereiche zwischen zwei Objekten hinzuzufügen oder abzuwählen.
Ausgewählte Rechner werden markiert und im Hauptfenster im Reiter „Clients“ angezeigt.
Der Reiter bei „Depots“ zeigt den Namen des paed.ML-Servers, auf dem das opsi-Depot installiert ist.

opsi-config editor Detail – Auswahl einzelner Rechner
Hauptfenster
Das Hauptfenster ist in verschiedene Reiter unterteilt:

Reiter im Hauptfenster
Clients: Hier finden Sie alle unter Punkt 4 ausgewählten Rechner.
Localboot-Produkte: Hier können Sie Software auf Rechner verteilen.
Netboot-Produkte: Dies sind Routinen, die über Netzwerk-Boot verteilt werden können.
Host-Parameter: Hier finden Sie u.a. Parameter, die angepasst werden müssen, falls es Probleme beim Start von Rechnern gibt.
Hardware-Informationen: Über das Netboot-Produkt hwinvent wird eine Liste der Hardwarekomponenten eines Clients erstellt. Diese Informationen werden zur Treiberintegration beim Windows-Rollout herangezogen.
Software-Informationen: Hier wird von opsi die am Client installierte Software aufgelistet. Hierfür muss auf den Clients das Programmpaket swaudit mindestens einmal installiert worden sein.
Logdateien: Hier finden Sie verschiedene opsi-Logdateien. Der Log-Level kann angepasst werden.

opsi config editor Detail
Auf der rechten Seite finden Sie einen Bereich der – je nach Auswahl des opsi-Menüs – dynamisch befüllt wird. Hier können Parameter für die einzelnen opsi-Module eingesehen und bei Bedarf geändert werden.
Bereitstellen der Windows-Installationsdateien
Windows 11
Die opsi-Produkte „opsi-local-image-win11-x64“ und „windows11-upgrade“ sollten mit der Windows 11-Version 25H2 versorgt werden. Führen Sie dazu die Datei „austausch-windows25h2.exe“ im Ordner \\backup\opsi_depot_rw\update80\Skripte aus.
Bitte beachten Sie, dass der Download ca. 6 GB groß ist.
Die Datei enthält die deutschen Business-Editionen von Windows 11 25H2 in 64-Bit.
Installation der Arbeitsplatzrechner
Nachdem im vorigen Abschnitt die Installationsdateien für die Windowsinstallation bereitgestellt wurden, kann nun mit der Vorbereitung und dem Ausrollen der Arbeitsplatzrechner begonnen werden.
Bevor Clients jedoch mit opsi verwaltet werden können, müssen Sie am Server registriert werden. Bitte beachten Sie, dass Clients bei der Registrierung unbedingt mit dem Systemtyp „Windows-System“ versehen werden müssen, damit Sie mit opsi installiert werden können.
Bei der Rechneraufnahme in die paed.ML wird ein Rechner-Objekt in der opsi-Datenbank erstellt. Diese Rechner erscheinen in der Rechner-Liste (3) und können dort ausgewählt werden.
In der opsi-Konsole können Sie definieren, mit welcher Software ein Rechner versorgt werden soll. Hierüber können Sie beispielsweise das Betriebssystem einspielen (inklusive Anpassung der Partitionsgrößen), Softwarepakete installieren oder ein Programm anstoßen, das die Rechnerhardware inventarisiert (wichtig für die Integration von Treibern).
Die Installation der ausgewählten Pakete können Sie zu verschiedenen Zeitpunkten starten:
- sofort, sofern der Rechner gestartet ist,
- sofort, sofern der Rechner ausgeschaltet ist und über PXE gebootet werden kann oder
- beim nächsten Systemstart.
Um Computer Ihres schulischen Netzes zu installieren, markieren Sie diese in der Rechnerliste (4).
Im Hauptfenster (5) wählen Sie den Reiter „Netboot-Produkte“.
Wir empfehlen, die Installation der Rechner immer mit dem Netboot-Produkt „opsi-local-image-prepare“ durchzuführen. Mit diesem opsi-Werkzeug wird die Festplatte in verschiedene Bereiche partitioniert.
opsi-local-image-prepare arbeitet mit einem statischen Partitionskonzept (vgl. die folgende Grafik):
- Auf der System-Partition liegt das Betriebssystem mit allen Programmdateien.
- Bei jeder Partitionierung wird eine Hilfs-Partition angelegt, die für die Ablage der Installationsdateien des Betriebssystems (Windows-PE) genutzt wird. Linux-Systeme könnten diese Partition später als Swap-Partition verwenden.
- Die optionale Daten-Partition kann eingerichtet werden, um Festplattenplatz für Projekte bereit zu stellen. So kann man zum Beispiel für Videoprojekte dauerhaft Daten auf der Daten-Partition ablegen und lokal damit arbeiten. Der Austausch großer Datenmengen mit dem Server kann so verhindert werden.
- Ein zentraler Bestandteil der Installation mit „opsi-local-image-prepare“ ist das Erstellen einer Backup-Partition/*. In dieser Backup-Partition werden lokale Images der Rechner vorgehalten.

Konfiguration der Festplatte mit opsi-local-image-prepare
Bei der Einrichtung eines Rechners können Sie verschiedene Anpassungen an opsi-local-image-prepare vornehmen. Wählen Sie das Produkt aus und klicken Sie in die Spalte „Angefordert“. Wählen Sie dort den Eintrag „setup“ (1).

Auswahl von opsi-local-image-prepare für die Windowsinstallation
Der dynamische Inhalt des opsi-config-editor (2) wird mit Informationen zum Netbootprodukt und mit Parametern (Bereich: „Konfiguration für Client“) gefüllt, die angepasst werden müssen. Die Einstellungen können wie folgt vorgenommen werden:
| Property-Name | Property-Wert |
|---|---|
| askbeforeinst | Hier kann eine Bestätigung vor der Installation am Arbeitsplatzrechner eingebaut werden. Sofern der Wert auf „false“ belassen wird (empfohlen), läuft die Installation automatisch durch. Bei der Installation wird die Festplatte komplett formatiert! |
| backup_partition_on_same_disk | Wird der Wert auf „true” eingestellt, wird die Backup-Partition auf der gleichen Festplatte erstellt, auf der das Betriebssystem installiert wurde. „False“ erstellt die Backup-Partition auf der zweiten Festplatte. |
| data_partition_size | (optional) – Wie groß soll eine Datenpartition angelegt werden. Der Property-Wert für data_partition_size ist im Standard auf 0G gestellt. Wobei G für Gigabyte steht. Wenn Sie Datenpartitionen anlegen wollen, müssen Sie diesen Wert entsprechend ändern. |
| delay_for_reboot | Hier kann eine Verzögerung in Sekunden angegeben werden, bevor das System neu startet. |
| minimal_backup_partition_size | Minimale Größe der Backup-Partition (relational zur Gesamtgröße der Festplatte) – Standardwert: 1 Gigabyte |
| multi_disk_mode | Hier wird angegeben auf welcher Festplatte das Betriebssystem installiert werden soll. „0“ steht für die erste Festplatte, „1“ für die Zweite. Wird „prefer_rotational“ ausgewählt werden gewöhnliche Festplatten für die Installation bevorzugt, bei „prefer_ssd“ Solid State Drives (SSD). Bitte beachten Sie, dass Sie bei BIOS-Geräten die Bootreihenfolge ändern müssen, bei UEFI-Geräten ist dies nicht nötig. |
| start_os_installation | Hier wird ausgewählt, welches Betriebssystem installiert werden soll. |
| system_partition_size | Wie groß soll die Systempartition angelegt werden? Der Property-Wert für system_partition_size ist im Standard auf 70G gesetzt. Wählen Sie hier einen anderen vordefinierten Wert oder geben Sie eine eigene Partitionsgröße ein, falls Sie Ihre Windows-Partition größer anlegen wollen. |
| winpe_partition_size | Ablage des Windows-PE-Images und der Treiber – Standard-Größe: 4GB. |
Zu jeder installierten Windowsversion gibt es ein eigenes Netboot-Produkt „opsi-local-image-VERSION“, das Sie für die Installation auswählen können.
Die zu installierende Version wird im Feld „start_os_installation“ eingetragen.

Auswahl des zu installierenden Betriebssystems
Alle Änderungen müssen anschließend mit dem roten Diskettensymbol gespeichert werden.

Das rote Diskettensymbol zeigt an, dass Änderungen noch nicht übernommen wurden.
Wenn die Werte übernommen wurden, wird das Symbol ausgegraut.

Änderungen wurden übernommen.
Vor der Installation des Betriebssystems auf den Rechnern können Sie im Reiter „Localboot-Produkte“ (1) auswählen, welche Software Sie installieren wollen. Setzen Sie dafür das Produkt bzw. die Produkte auf „setup“ (2) und speichern Sie danach die Konfiguration mit einem Klick auf die rote Diskette (3).

Produkte auf „setup“ setzen
Beim nächsten Clientstart wird die Installation angestoßen, sofern der Client über PXE bootet. Das System wird ggf. automatisch neu gestartet, um die Installation durchzuführen.
Die Zuweisung spezieller Treiber geschieht über das Netboot-Produkt, welches im Feld „start_os_installation“ angegeben wird. Das Einspielen spezieller Geräte-Treiber ist Gegenstand des folgenden Abschnittes.
Treiberintegration
Ein häufig anzutreffendes Problem bei der Installation von Betriebssystemen sind fehlende Treiber.
Leider kann dieses Problem auch durch den Einsatz von opsi nicht gelöst werden, so dass die Suche nach fehlenden Treibern immer noch Aufgabe des Administrators bleiben wird! Was opsi aber bietet ist das zentrale Bereitstellen von Treibern, die bei der Installation automatisiert auf den Clients installiert werden.
Wenn kein Treiber für eine Komponente auf dem opsi-Server gefunden wurde, dann bricht die Installation entweder ab oder es wird ein Eintrag in den opsi-Logdateien erstellt, in dem auf den nicht vorhandenen Treiber hingewiesen wird.
(…) [6] [Feb 24 11:14:22] Searching driver for PCI_DEVICE '3rd Gen Core processor Graphics Controller', id '8086:0166' (WindowsDrivers.py|94) [3] [Feb 24 11:14:22] PCI_DEVICE vendor directory 'opsi-local-image-win10-x64/drivers/pciids/8086' not found (WindowsDrivers.py|108) (…)

Ansichtsfenster der Logdateien
Wenn bei der Installation nicht automatisch die Treiber aller Komponenten eines Rechners gefunden werden können die Treiber gemeinsam mit der Windows-Installation per opsi verteilt werden. Zunächst müssen die fehlenden Treiber identifiziert werden.
Identifizieren von Treibern
Wenn Sie das Problem haben, dass die Arbeitsplatzrechner nicht automatisch mit allen Treibern versorgt werden, stellt sich die Frage, um welche Treiber es sich handelt, die nicht installiert werden können. opsi bietet hier die komfortable Möglichkeit, dies herauszufinden.
Das opsi-Netbootprodukt hwinvent liest die Hardwareinformationen der Arbeitsplatzrechner aus und stellt diese im Reiter „Hardwareinformationen“ im Hauptfenster (5) dar. Das Programm läuft automatisch bei jeder Installation, kann aber auch händisch gestartet werden. Wählen Sie das Produkt im Reiter „Netboot-Produkte“ aus und stellen Sie den Wert in der Spalte „Angefordert“ auf „setup“.
![]() Manuelle Initialisierung von hwinvent |
Wenn hwinvent erfolgreich ausgeführt wurde, wird der Reiter „Hardwareinformationen“ befüllt. Anschließend können Sie beispielsweise das Computermodell in Erfahrung bringen und beim Hersteller nach Treibern suchen.

Anzeige des Computermodells
Sie können sich aber auch gezielt Komponenten anzeigen lassen und nach Treibern suchen. Dies ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Rechner nicht als Gesamtpaket gekauft, sondern zusammengestellt wurden.

Anzeige einzelner Hardwarekomponenten
Einspielen von Treibern in das opsi-Depot
Alle manuell einzuspielenden Treiber müssen auf den opsi-Server übertragen werden.
Im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/ liegen alle Daten für die Betriebssysteminstallation, die Sie auf dem Server angelegt haben.
Für jedes dieser Betriebssysteme müssen, die dem Betriebssystem entsprechenden Treiber zur Verfügung gestellt werden. Die Treiber werden in das Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/OS-NAME/drivers/drivers/ kopiert, wobei OS-NAME durch den von Ihnen für das jeweilige Betriebssystem erstellten Ordnernamen ersetzt werden muss.
Ein Beispiel:
Die Treiber für die Windows 11 Installation werden nach /var/lib/opsi/depot/opsi-local-image-win11-x64/drivers/drivers kopiert.
Konkrete Umsetzung am Beispiel einer Hardwaregruppe mit Fujitsu-Netbooks
Laden Sie die Dateien des Treibers mithilfe der gesammelten Hardware-Informationen herunter. Entpacken Sie die Treiberdateien. Benötigt werden die *.inf-Dateien. Ausführbare Archive (*.exe oder *.msi) sind nicht brauchbar, außer es handelt sich um selbst entpackende Archive, in denen die Treiber im *.inf-Format vorliegen. Der Einfachheit halber können die gesamten entpackten Inhalte von Archiven auf den opsi-Server übertragen werden. In der Praxis sollten Sie aber darauf achten, dass die richtigen Treiber in die richtigen Verzeichnisse gelangen.
Verbinden Sie sich mittels WinSCP mit Ihrem opsi-Server. Navigieren Sie im linken Quell-Bildschirm zu den Treiberdateien und im rechten Ziel-Bildschirm nach /var/lib/opsi/depot/opsi-local-image-win11-x64/drivers/drivers.

Hochladen der Hardwaretreiber mit WinSCP
Nach Rechtsklick in den rechten Bildschirm können Sie ein neues Verzeichnis erstellen. Die Rechte können auf 0755 belassen werden. Sie werden im Anschluss durch „opsi-Rechte setzen“ neu gesetzt. Als Verzeichnisnamen wählen Sie einen aussagekräftigen, der Hardware und dem Treiber zuordenbaren Namen.

Hochladen der Hardwaretreiber mit WinSCP
Integration der Treiber in die Installation
Um den soeben im System hinterlegten Treiber bei der Installation einzubinden, markieren Sie im Auswahlfenster (4) der opsi-Konsole die zu installierenden Rechner.
Wählen Sie im Hauptfenster (5) den Reiter „Netboot-Produkte“ und dort das zu installierende Produkt. Tragen Sie im Feld „Property-Wert“ von „additional_drivers“ den Namen des von Ihnen erstellten Verzeichnisses, in dem die Treiberdateien liegen, ein. Der Verzeichnis-Name ist dabei ohne den Verzeichnis-Pfad anzugeben (vgl. folgender Screenshot). Speichern Sie die Änderungen.

Eintrag des Verzeichnisnamens der Treiberdateien
Im Beispiel lautet der Wert der Property additional_drivers „FujitsuLifebookU759“.

Wert der Property additional_drivers
opsi-Standard-Einstellungen („Produkt-Defaultproperties“)
Die meisten opsi-Produkte können bei der Installation angepasst werden. So gibt es für bestimmte Programme die Option bei der Installation einen Proxy einzurichten. Für das Netboot-Produkt „opsi-local-image-prepare“ kann eingestellt werden, wie groß Festplattenpartitionen angelegt werden sollen.
Bevor ein opsi-Produkt ausgespielt wird, können Sie die „Property-Konfiguration“, also die konfigurierbaren Werte, für die zur Installation vorgesehenen Programme ändern.
Um die Standard-Einstellungen dauerhaft zu ändern, müssen diese im Reiter „Standard-Propertys“ eingestellt werden. Der Reiter „Standard-Propertys“ im Hauptfenster ist zunächst inaktiv und wird erst durch das Anklicken der Schaltfläche „Depot-Konfiguration“ verfügbar.

Depot-Konfiguration
Um die Parameter eines opsi-Produktes dauerhaft zu verändern, wählen Sie das Produkt aus. Alle konfigurierbaren Werte (die sogenannten „Produkt-Properties“) finden Sie nach Auswahl des opsi-Produktes im dynamischen Bereich der opsi-Konsole.
Im folgenden Beispiel wird die Systempartition von Windows angepasst. Geänderte Werte werden fett hervorgehoben.

Auswahl des opsi-Produktes
Die Produkteigenschaften können Sie ändern, indem Sie den zu ändernden Wert über das Dropdownmenü in der Spalte „Property-Wert“ öffnen. Sie können einen der vordefinierten Werte übernehmen oder einen neuen Index-Eintrag erstellen. Letzteres geschieht, in dem Sie den neuen Wert in das leere Feld eintragen und mit der Enter-Taste drücken. Der neue Wert wird in die Liste der auswählbaren Werte übernommen und kann ausgewählt werden.

Eintragen eines neuen Wertes für die Partitionsgröße
Speichern Sie die neuen Standardeinstellungen mit einem Klick auf das Diskettensymbol.

Neue Werte für Standardpropertys speichern
Künftig werden alle Installationen von opsi-Produkten – bis zu nächsten Änderung – mit dem neu definierten Wert ausgeführt.
Über den Knopf „Client-Konfiguration“ klicken kommen Sie wieder zurück zur Standardansicht.

Zugriff auf die opsi-Standardreiter via „Client-Konfiguration“
Troubleshooting – Probleme beim Booten
Konfigurieren von Bootparametern
opsi bootet beim Systemstart über das Netzwerk ein Mini-Linux, das Aufgaben, wie das Einspielen von Netboot-Produkten übernimmt. Dieses Mini-Linux bekommt in regelmäßigen Abständen Updates, so dass der „Kernel“, den opsi verwendet, stets aktuell ist.
Aufgrund der Heterogenität von Hardware kann es dennoch zu Problemen beim Starten eines Rechnermodells geben. Hier können Sie versuchen, die Bootparameter der betroffenen Rechner anzupassen. Markieren Sie hierfür den (oder die) Rechner in der Übersicht. Wechseln Sie in den Reiter „Hostparameter“ und öffnen Sie den Eintrag „Allgemeine Host-Parameter“:

Anpassen von Hostparametern für den Systemstart
Im dynamisch gefüllten Bereich der opsi-Konsole gibt es den Parameter „opsi-linux-bootimage.append“, an dem Anpassungen vorgenommen werden können. Um mehrere Werte auszuwählen, drücken Sie bitte die Strg-Taste und wählen Sie mit der linken Maustaste die Einträge, die in das Feld „Property-Wert“ übernommen werden sollen.
Speichern Sie die Werte, bevor Sie die Maske schließen.

Eintrag von Bootparametern in opsi
Zusätzlich zu den Anpassungen in opsi müssen Sie ggf. die Einstellungen des BIOS der betroffenen Rechner überprüfen und ändern.
Hierbei handelt es sich um Festplattenparameter des BIOS. Bezeichnungen und verfügbare Werte variieren je nach Hersteller:
- SATA: deaktiviert, auto, IDE, Native, Legacy
- AHCI: aktiviert, deaktiviert
- LBA: aktiviert, deaktiviert, auto
- 32-Bit-Zugriff: aktiviert, deaktiviert
Bei problematischer Hardware wird man es nicht vermeiden können, durch systematisches Probieren eine funktionierende Kombination aus PXE- und BIOS-Einstellungen zu finden.
Anzeige der opsi-Konsolenausgabe im Fehlerfall
Sollte sich Hardware partout nicht booten lassen, kann möglicherweise ein Blick in die Ausgabe des Bootvorganges von opsi weiterhelfen. Diese Ausgabe verbirgt sich in der Standardkonfiguration hinter einem Splash-Screen und kann erst nach Anpassungen sichtbar gemacht werden.

Standard Splash-Screen
Um das opsi-Logo auszublenden, müssen Sie die Datei /tftpboot/linux/pxelinux.cfg/install bearbeiten.
Entfernen Sie die letzten beiden Wörter „quiet“ und „splash“. Erstellen Sie vor dem Ändern eine Sicherungskopie der Originaldatei!
Originaldatei:
default opsi-install label opsi-install kernel install append initrd=miniroot.bz2 video=vesa:ywrap,mtrr vga=791 quiet splash
geänderte Version:
default opsi-install label opsi-install kernel install append initrd=miniroot.bz2 video=vesa:ywrap,mtrr vga=791
Wenn Sie anschließend einen Rechner starten, wird das opsi-Logo nicht mehr angezeigt. Stattdessen werden auf dem Bildschirm die Meldungen des Systemboots ausgegeben. Aus der Anzeige der Boot-Meldungen können Fehler ausgelesen werden.
Log-Dateien zu Boot-Problemen
Sollte das Problem auch über die Ausgabe des opsi-Bootimages nicht erkennbar sein, hilft häufig ein Blick in die Log-Datei des Rechners.
Beim Start von Clients schreibt opsi Logdateien, die – sofern der Rechner eine Netzwerk-Verbindung hat – auf dem Backup-Server unter /var/log/opsi/bootimage abgelegt werden. Hier wird für jeden Client eine Datei erstellt.
Sollte der Rechner beim Starten den Backup-Server nicht erreichen und keine Log-Datei übertragen können, so findet sich die Logdatei im Bootimage unter /tmp/log/. Um in einem solchen Fall an die Logdatei des Bootimages zu kommen, gibt es zwei Wege:
- Wenn der Rechner eine Netzwerkverbindung hat, kann man per WinSCP die Datei /tmp/log vom Client holen.
- Wenn das Netzwerk vom Client aus nicht erreichbar ist, können Sie die Datei per USB-Stick übertragen. Loggen Sie sich hierfür auf dem Client an der Linux-Konsole ein:
Benutzername: root, Kennwort: linux123
Verbinden Sie einen USB-Stick mit dem Rechner und warten Sie ein paar Sekunden. Mit dem Befehl sfdisk –l prüfen Sie, auf welchem Device der USB-Stick eingebunden wurde.
Anschließend muss der USB-Stick eingebunden (#mount), die Datei kopiert und der USB-Stick wieder ausgehängt werden.
Anschließend können Sie die Logdatei für die Analyse auslesen oder der Hotline senden. Selbstverständlich kann die Log-Datei auch lokal ausgelesen werden.

Ein Beispiel für dieses Verfahren
Besonderheiten beim UEFI-Boot
UEFI-Rechner erkennt opsi automatisch, erkennbar am automatisch gesetzten Haken im Reiter „Clients“.

UEFI-Häkchen automatisch gesetzt.
Opsi unterstützt auch den Secure-Boot.
Bei UEFI-Geräten wird beim Starten für einen kurzen Moment ein Menü angezeigt, falls kein Netboot-Produkt angefordert wurde.
Windows 11 Funktionsupgrades (Build-Upgrades)
Damit der Update-Automatismus verhindert wird, muss gezielt zur gegebenen Zeit die aktuelle Windows 11 Education Version installiert werden. Dies kann durch Austausch der Installationsdateien in den opsi-local-image-Produkten und anschließendes Ausrollen der Clients gemacht werden oder mit dem opsi-Produkt windows11-upgrade.
opsi-Paket windows11-upgrade oder windows11-enablement
Die Aktualisierung von Windows 11 mithilfe von windows11-upgrade ist im folgenden Kapitel beschrieben.
Soll ein erneutes Ausrollen verhindert werden, und ist Windows 11 bereits installiert, kann mit dem opsi-Paket windows11-enablement gearbeitet werden.
Die Windows-Dateien müssen in beiden Produkten aktuell sein. Sollte dies nicht der Fall sein, oder Sie sich unsicher sein, führen Sie die Bereitstellung der Windows 11 Dateien bei beiden Produkten durch.
Upgrade mit windows11-upgrade
Bereitstellung der Windows 11 Dateien
Prüfen Sie ggf., ob im Verzeichnis \\backup\opsi_depot_rw\opsi-local-image-win11-x64\installfiles bereits Windows 11-Installationsdateien vorhanden sind.
Sollten Sie sich bezüglich der Version unsicher sein oder sollten dort keine Installationsdateien hinterlegt sein, aktualisieren Sie zunächst die Windows 11-Installationsdateien.
Das Vorgehen ist in Abschnitt Bereitstellung der Windows 11 Dateien beschrieben.
Anfordern von windows11-upgrade
Setzen Sie die Localboot-Produkte „windows11-upgrade“ für die Clients auf „setup“.

windows11-upgrade auf setup setzen
Setzen Sie beim opsi-Produkt windows11-upgrade die Produkt-Property „disable_hardware_check_parameters“ auf „true“.

disable_hardware_checks_parameter auf true setzen
Setzen Sie die Produkt-Property upgrade_to_version auf 23h2.

upgrade_to_version auf 23h2 setzen
Speichern Sie die Konfiguration.

Änderungen speichern
Starten Sie die Clients (neu). Der Upgradevorgang startet dann.

Upgradevorgang auf dem Client
Upgrade mit windows11-enablement
Setzen Sie das localboot-Produkt windows11-enablement auf setup. Im Feld Property-Wert der Property „upgrade-to-version“ muss bei Windows 11 „25H2“ eingetragen sein. Speichern Sie die Konfiguration und starten Sie den Client neu.

windows11-enablement: Konfiguration
Windows 11 Qualitätsupdates (Hotfixes)
Zu den Qualitätsupdates zählen kritische Updates, sowie Sicherheits- und Treiberupdates. Sie werden über das opsi-Produkt „mshotfix“ im opsi config editor eingespielt. Um „mshotfix“ zu konfigurieren, starten Sie den opsi config editor, z.B. auf der AdminVM.
- Wählen Sie den Client aus. Es ist auch eine Mehrauswahl möglich, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten und die Clients auswählen. Wechseln Sie in den Reiter Localboot-Produkte.
- Setzen Sie „mshotfix“ auf „setup“.
- Speichern Sie die Konfiguration mit einem Klick auf das Diskettensymbol in der Symbolleiste

opsi-Produkt mshotfix
Einspielen von Software
Bei der Softwareverteilung kommen die Localboot-Produkte zum Einsatz. Um Software auszuspielen, öffnen Sie im Hauptfenster den Reiter „Localboot-Produkte“.
Software, die Sie auf Clients einspielen wollen, muss im opsi-Depot vorgehalten werden. Wie Sie Software in das opsi-Depot hochladen können, ist in Einbindung von opsi-Paketen beschrieben.
Die Verteilung eines Localboot-Produkts kann auf einzelne Rechner oder auf Rechnergruppen geschehen, die in der Rechnerliste markiert wurden.
Wählen Sie das Produkt aus und klicken Sie in die Spalte „Angefordert“. Wählen Sie dort den Eintrag „Setup“.
Der dynamische Inhalt der opsi-Konsole wird nun mit Informationen zum ausgewählten Produkt und mit Parametern gefüllt, die angepasst werden können. Wenn Abhängigkeiten zu anderen Paketen bestehen, werden diese automatisch mitinstalliert.
Alle Änderungen müssen anschließend wieder mit der roten Diskette gespeichert werden.

Softwareinstallation am Beispiel von hwaudit
Sie können die Installation von Produktpaketen entweder gleich nach der Konfiguration von Netboot-Produkten vornehmen. Die Software wird im Anschluss an die Installation des Betriebssystems ausgespielt.
Oder Sie können nachträglich Programme auf installierten Rechnern einspielen.
Die Installation der ausgewählten Netboot-Produkte startet automatisch, wenn der Rechner das nächste Mal hochgefahren wird. opsi überprüft nach jedem Systemstart, ob es Aktualisierungen für den Rechner gibt.
Alternativ kann die Installation neuer Pakete manuell ausgelöst werden. Um die Installation auszulösen, wechseln Sie im Hauptfenster in den Reiter Clients und klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Tabelle. Sie können bei eingeschalteten Rechnern die Installation mit „Speichern und ausführen“ direkt auf den ausgewählten Clients auslösen.

Start der Softwareinstallation
Solange der Prozess aktiv ist, erscheint folgende Meldung:

Dialogfenster bei aktivem „user-profile-management“
Empfohlene opsi-Localboot-Produkte
Wenn ein Rechner mit Software versorgt wird, so gibt es einige Pakete, die installiert werden müssen, damit die Funktionen der paed.ML Linux im pädagogischen Netzwerk gewährleistet sind. Bitte wählen Sie diese nachfolgend genannten Pakete unbedingt aus! (Fast) alle hier beschriebenen Localboot-Produkte und weitere Programme finden Sie im opsi-Paket „clientprodukte“, das bei der automatischen Rechnerinstallation aktiv ist oder manuell ausgespielt werden kann.
- Windomain – Dieses Paket führt den Domänenbeitritt der Rechner durch und muss installiert werden. Bei jeder Wiederherstellung eines Images wird dieses Paket ausgeführt, um dem Rechner erneut in die Domäne aufzunehmen.
- paedml-login: Das Paket kopiert Skripte für die Anmeldung auf den Client. Außerdem kann hier die paed.ML Variante (paed.ML für Grundschulen oder paed.ML Linux) angegeben werden.
- zertifikat – Dieses Paket installiert das Stammzertifikat des Servers, das für die verschlüsselte Kommunikation zwischen Server und Clients (z.B. Schulkonsole, …) benutzt wird.
- paedml-veyon – Dieses Paket ermöglicht den Zugriff auf Schülerrechner aus der Schulkonsole. Die Funktionsweise ist im Handbuch für Lehrkräfte beschrieben. Angemeldet als Lehrkraft, sollte Bildschirmübertragung mittels Veyon nicht möglich sein. Dies ist in der paed.ML Linux als Standard konfiguriert, sodass hier keine manuellen Arbeiten notwendig sind.
- google-chrome-for-business – Wir empfehlen Chrome als Standardbrowser für die paed.ML Linux. Sie können auch andere Browser verwenden. Es treten aber unter Umständen Probleme auf, beispielsweise beim Umgang mit Server-Zertifikaten.
- config-win10 – Dieses Paket nimmt einige Einstellungen unter Windows 10 und Windows 11 vor. Ausführliche Informationen zu diesem Paket finden Sie am Ende dieses Kapitels.
- usbdlm – verhindert, dass sich USB-Laufwerke (z.B. Cardreader) von der paed.ML reservierte Laufwerksbuchstaben (z.B. H:\) übernehmen.
- shutdownwanted – Über dieses Paket können Rechner nach der Durchführung von Installationen automatisiert heruntergefahren werden. Dieses Paket ist nötig, da opsi Rechner so lange neu startet, bis keine Aktionen mehr ausgeführt werden. Ein Rechner würde also ohne dieses Paket nach der Installation eingeschaltet bleiben.
- Des Weiteren empfehlen wir Ihnen, alle in opsi verfügbaren Hotfixes auszuspielen. Bitte beachten Sie, dass die Installation von Hotfixes viel Zeit beanspruchen kann.
Einstellungen in Windows 11 mit opsi-Paket vornehmen
Melden Sie sich als Administrator im opsi config editor an. Wählen Sie dann einen oder mehrere zu konfigurierende Clients aus (1). Klicken Sie dann im opsi config editor im Reiter „Localboot-Produkte“ auf das Produkt „config-win10“. Setzen Sie das Produkt in der Spalte „Angefordert“ auf „setup“ (2). In der Property-Konfiguration (3) können Sie nun Windows 11 anpassen. Zum Abschluss wird die Konfiguration mit einem Klick auf den Haken in der Symbolliste gespeichert (4).

Properties von „config-win10“
Einzelnen ausgewählte „Properties“ werden in der nachfolgenden Tabelle erklärt und eine Empfehlung für den Einsatz in Schulen ausgesprochen. Beachten Sie bitte, dass nachfolgende Empfehlungen nicht für jeden Einsatzzweck gültig sein können. Dringend empfohlen ist der Einsatz von Windows 11 Education, da in anderen Editionen bestimmte Einstellungen nicht oder nur teilweise möglich sind.
Bitte beachten Sie, dass wir aus Gründen der Übersichtlichkeit nur ausgewählte Properties beschrieben haben. Eine Sammlung aller Properties finden Sie auf den Seiten von opsi.
| Property-Name | Erklärung | Empfehlung |
|---|---|---|
| allow_useractivity_publishing | Bestimmt, ob Benutzeraktivitäten veröffentlicht werden dürfen. | Deaktivierung empfohlen |
| change_power_plan | Auswahl des Energiesparplans: „balanced“: Automatischer Ausgleich zwischen Leistung und Stromverbrauch „high performance“: Leistung hat Vorrang „Energiesparmodus“: Stromverbrauch wird reduziert | Je nach Einsatzzweck, „high performance“ für die AdminVM dringend empfohlen |
| defer_upgrade | Stellt Qualitätsupdates 4 Wochen und Funktionsupdates 8 Monate zurück. Danach werden die Updates durch Microsoft automatisch installiert. Achtung: „defer_upgrade“ ist abhängig von „disable_updates“ und umgekehrt. Es darf nur eines der beiden Properties auf „true“ gesetzt sein. | Empfohlen wird, „defer_upgrade“ auf „true“ und „disable_upgrade“ auf „false“ zu setzen. |
| deferfeatureupdatesperodindays | Verschiebt die i. d. R. zwei Mal pro Jahr erscheinenden großen Microsoft Windows 10 Feature Updates um die angegebenen Tage. | 365 empfohlen |
| deferqualityupdatesperodindays | Verschiebt kleinere Microsoft Windows 10 Updates um die angegebenen Tage. | 30 empfohlen |
| disable_advertising_id | Deaktiviert die „Advertising ID“, welche von Microsoft dazu verwendet wird, individualisierte Werbung zu platzieren. | Deaktivierung empfohlen |
| disable_defender | Deaktiviert den „Windows-Defender“ (Schutz vor Viren und Schadsoftware). Wird ein Antivirus-Programm eines Fremdherstellers eingesetzt, sollte der Windows-Defender deaktiviert werden. | Der Defender sollte aktiviert sein. |
| disable_location_sensors | Auf „true“ gestellt wird die Standort- und Sensorenerkennung abgeschaltet | Je nach Einsatzzweck und Endgerät |
| disable_sending_feedback | Deaktiviert das Senden von Diagnosedaten an Microsoft | Deaktivierung empfohlen |
| disable_telemetry | Verhindert das Senden von gesammelten Daten an Microsoft. | Deaktivierung empfohlen |
| disable_update_service | Deaktivert den Windows Update Service. Achtung: Kann bei Verwendung von DISM zu Problemen führen. | Deaktivierung nicht empfohlen |
| disable_updates | Verhindert Windows 10 Updates (Funktions- und Qualitätsupdates). Werden Updates abgeschaltet, können keine Windows-Updates, Defender-Signaturen-Updates und Treiber mehr von "Microsoft Windows Update" automatisch heruntergeladen werden. | Deaktivierung nicht empfohlen |
| disable_wifi_sense | Deaktivieren von „WiFi-Sense“: WiFi-Sense (WLAN-Optimierung) ermöglicht es, WLAN-Zugangsdaten mit Outlook.com, Skype- oder Facebook-Kontakten zu teilen. | Deaktivierung empfohlen |
| show_thispc_instaed_of_quicklaunch | Bei Aktivierung öffnet der Explorer „DieserPC“ statt „Schnellzugriff“. | Aktivierung empfohlen |
Windows 11 Gruppenrichtlinien
Über das opsi-Paket „config-win-10“ kann Windows 11 konfiguriert werden (siehe voriges Kapitel). Um weitere Einstellungen vornehmen zu können (z.B. das Festlegen der Standardprogramme) kommen in der paed.ML Linux angepasste Gruppenrichtlinien „paedML80“ zum Einsatz.
Beispiel: Einstellen der Standardprogramme unter Windows 11
Nachfolgend ist beschrieben, wie Sie unter Windows 11 mithilfe eines Referenzrechners Standardprogramme festlegen können. Die Konfiguration wird als XML-Datei exportiert und über eine Gruppenrichtlinie an die anderen Clients verteilt, sodass an allen Clients die gleichen Standardprogramme eingestellt sind:
- Melden Sie sich an einem Windows 11 Client als Administrator an.
- Legen Sie die Standardprogramme fest: Start | Einstellungen | Apps | Standard Apps
- Erstellen Sie eine XML-Datei mit folgendem Befehl in der Eingabeaufforderung von Windows. Ersetzen Sie <path to xml file> durch den Speicherort, z.B. \\SERVER\Programme-S\Datenablage

XML-Datei mit Standardzuordnungen wurde erfolgreich erstellt
Nun kann die XML-Datei über eine Gruppenrichtlinie an alle Clients verteilt werden. Öffnen Sie in der Admin-VM den Gruppenrichtlinieneditor, bearbeiten eine Computergruppenrichtlinie (z.B.: „paedML80_EigeneAnpassungen“) und navigieren Sie zu:
Computerkonfiguration | Richtlinien | Administrative Vorlagen | Windows-Komponenten | Datei-Explorer
- Klicken Sie doppelt auf Konfigurationsdatei für Standardzuordnungen festlegen.

Gruppenrichtlinie zum Festlegen von Standardprogrammen
- Geben Sie den Pfad zu der vorher exportierten XML-Datei an und bestätigen Sie mit OK.

Pfad der XML-Datei angeben.
- Beim nächsten Start des Windows 11 Clients werden die neuen Standardprogramme gesetzt. Wenn sich ein Benutzer erstmalig an einem Windows 11 Client anmeldet, muss er einmalig einen Haken bei Immer diese App zum Öffnen von *-Dateien verwenden und mit OK bestätigen:

Standardprogramm bestätigen
Neuinstallation von Rechnern
Vor einer kompletten Neuinstallation von Rechnern, die mit opsi verwaltet werden, sollte der Datensatz der betroffenen Geräte bereinigt werden. Alle Informationen zu Localboot-Produkten – also der von opsi installierten Software - der vorherigen Windows-Installation müssen hierbei gelöscht werden.
Um die opsi-Datenbank zu bereinigen, öffnen Sie zunächst den opsi-configed, wechseln Sie dann in die Rechner-Liste im Reiter „Clients“ und markieren Sie die Rechner, deren Informationen über installierte Localboot-Produkte gelöscht werden sollen.
Ein Klick auf die ausgewählten Rechner mit der rechten Maustaste öffnet ein Menü (1). Dort müssen Sie den Eintrag „Localboot-Produkte zurücksetzen“ auswählen (2).

„Localboot-Produkte“ zurücksetzen
Nun werden alle den Rechnern zugeordneten Localboot-Produkte aus der Datenbank gelöscht und Windows kann auf die Rechner neu ausgerollt werden.
Erstellen von opsi-Paketen
Das Erstellen von opsi-Paketen ist Aufgabe eines Dienstleisters.
Die Erstellung, Einrichtung und Problembehandlung von opsi-Paketen, die nicht von Servern des Landesmedienzentrums bezogen werden, wird nicht durch die Mitarbeiter des Support-Netzes unterstützt.
Einbindung von opsi-Paketen
Alle Programme, die über opsi verteilt werden können, liegen auf dem Backup-Server im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/PROGRAMMNAME .
Unter /var/lib/opsi/depot/ finden Sie alle opsi-Produkte, also Localboot-Produkte wie Programme (z.B. der Editor Notepad++) und Netboot-Produkte, die für die Installation benötigt werden (z.B. opsi-local-image-win11-x64).
opsi-Pakete können verschiedene Quellen haben:
- Die paed.ML Linux wird mit einigen opsi-Paketen ausgeliefert. Das Support-Netz stellt hierzu auf einem Updateserver Aktualisierungen zur Verfügung, die automatisch heruntergeladen und in das opsi-Depot aktualisiert werden. Das Angebot kann sich mit der Zeit ändern!
- Daneben können Inhalte aus anderen Quellen manuell eingebunden werden (z.B. Angebote der SoN-Gruppe). Diese Software muss in das opsi-Depot übertragen werden. Aktualisierungen müssen manuell vorgenommen werden.
- Darüber hinaus können Sie Dienstleister beauftragen, um Software für opsi zu paketieren oder eigene Pakete schnüren. Ein Dienstleister wäre die Firma uib (www.uib.de), die opsi entwickelt.
- Auch bei wiki.opsi.org gibt es Paketquellen von opsi-Paketen.
Laden Sie die opsi-Datei herunter und speichern Sie diese zum Beispiel im Administrator-Homeverzeichnis.
Öffnen sie den opsi-configed und führen Sie dort über das Symbol „Server-Konsole“ im Untermenü opsi den Befehl Paket-Installation aus.

Paket-Installation
Im folgenden Dialog können Sie den Pfad des zu installierenden opsi-Paketes angeben.

Paket-Installation: Übersicht
In Unserem Beispiel soll das opsi-Paket jedit_5.5.0-6 installiert werden. Dieses wurde zuvor als opsi-Datei heruntergeladen. Wählen Sie das Paket aus und klicken Sie auf „Übernehmen“.

Paket-Installation: Pfad zu opsi-Datei
Anschließend geben Sie bei „Server-Verzeichnis für Upload“ /repository an und starten Sie die Installation mit Ausführen.

Paket-Installation ausführen
Es öffnet sich ein Befehlsausgabe-Fenster. Nach beendeter Installation kann das Fenster geschlossen werden.

Paket-Installation erfolgreich beendet
Anschließend können Sie das neu eingespielte Paket im Schulnetz verteilen. Damit das Paket im Reiter „Produktkonfiguration“ im Hauptfenster (5) angezeigt wird, muss der Datensatz von opsi neu eingelesen werden. Dies geschieht über das „Neu laden“-Symbol im Schnellzugriffsmenü (2) oben.

opsi-Schnellzugriffsmenü – mit dem Symbol links werden die opsi-Informationen neu geladen
Bearbeitung ganzer PC-Räume
Um ganze Rechnergruppen wiederherzustellen, müssen Sie mehrere Clients in der Clientliste markieren. Im Anschluss können Sie mit den opsi-Produkten wie oben beschrieben arbeiten. Sie können auf diesem Weg auch Software an mehrere Rechner verteilen.
Dies bedeutet, dass Sie bequem an der opsi-Konsole viele Rechner zeitgleich mit Betriebssystem und Software versorgen können. Sie können auf demselben Weg alle Rechner in die jeweilige Backuppartition sichern und wiederherstellen.

Verwaltung mehrerer Rechner mit dem opsi-configed…
Arbeiten mit Gruppen
Sie können – wie soeben beschrieben – mehrere Computer über die Client-Liste markieren oder über „Gruppen“ auswählen. Hierbei können Sie die Auswahl auf Rechner eines Raumes oder andere beliebige Gruppen beschränken. Räume, die in der Schulkonsole definiert wurden, werden automatisch in opsi als Gruppe angezeigt.

Verwaltung mehrerer Rechner mit dem opsi-configed über „Gruppen“…
PDF-Reports erstellen
Mit Hilfe von PDF-Dateien können Sie eine Übersicht der unter opsi verfügbaren „Clients“ (Geräteliste), „Produktkonfiguration“ (verfügbare opsi-Pakete), verfügbare „Netboot-Produkte“ und „Hardwareinformationen“ erstellen.
Erstellen eines PDF-Reports für „Clients“
Um eine Auswahl (oder alle Clients) als Liste im PDF-Format auszugeben, markieren Sie die Geräte im Reiter „Clients“. Klicken Sie dann im Hauptfenster mit der rechten Maustaste auf die Markierung, um das Kontextmenü zu öffnen. Dort finden Sie ganz unten die Funktion „PDF erzeugen“. Sie können nun entscheiden, ob Sie die Datei direkt öffnen oder speichern möchten. Die erstellte PDF-Datei enthält alle Spalten des Fensterbereiches „Clients“.

PDF-Reports erstellen für „Clients“
Erstellen eines PDF-Reports für „Produktkonfiguration“ und „Netboot-Produkte“
Informationen des Reiters „Localboot-Produkte“ können als PDF ausgegeben werden, indem Sie einen Client auswählen. Klicken Sie danach mit der rechten Maustaste auf die Liste der Produktkonfiguration im Hauptfenster, um das Kontextmenü zu öffnen. Dort finden Sie ganz unten die Funktion „PDF erzeugen, nur nicht leere Zeilen“. Sie können nun entscheiden, ob Sie die Datei direkt öffnen oder speichern möchten. Diese Vorgehensweise kann auch im Reiter „Netboot-Produkte“ angewendet werden.

PDF-Reports erstellen für „Localboot-Produkte“ und „Netboot-Produkte“
Erstellen eines PDF-Reports für „Hardwareinformationen“
Um Hardwareinformationen eines Clients als Liste im PDF-Format auszugeben, markieren Sie den gewünschten Client in der Rechnerliste (4). Klicken Sie danach mit der rechten Maustaste auf die Hardwareinformationen im Hauptfenster (5), um das Kontextmenü zu öffnen. Dort finden Sie ganz unten die Funktion „PDF erzeugen“. Auch hier können Sie dann entscheiden, ob Sie die Datei direkt öffnen oder speichern möchten.

PDF-Reports erstellen für „Hardwareinformationen“
Erneuerung des opsi-Lizenzschlüssels
Einmal jährlich im Februar muss der opsi-Lizenzschlüssel erneuert werden. Die Erneuerung erfolgt durch die Hilfsdatei „opsiLizenzTausch.exe“ auf dem opsi-Server unter
\\backup\opsi-depot-rw\update80\Skripte .
Klicken Sie doppelt auf die Datei „opsiLizenzTausch.exe“.

opsiLizentTausch.exe ausführen
Geben Sie nun das „root“-Passwort des opsi-Servers ein und folgen Sie den weiteren Anweisungen.

